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FPÖ
Die Freiheitlichen Tennengau

Freiwillige bei Hilfsorganisationen: Einsatz als Dienstzeit

Essl: Auszeichnungen sind zu wenig – Finanzielle Nachteile müssen ausgeglichen werden

Der Einsatz von Freiwilligen bei Hilfsorganisationen müsse auch im Brotberuf Berücksichtigung finden. „Ab einer Einsatzdauer von mehr als zwei Tagen muss dem jeweiligen Dienstgeber zumindest 50 Prozent der Entgeltfortzahlung für die im Einsatz befindlichen Mitarbeiter ersetzt werden. Mitarbeitern des Landes oder der Gemeinden muss der Einsatz überhaupt auf die Dienstzeit angerechnet werden“, forderte heute FPÖ-Landtagsabgeordneter Lukas Essl. Die FPÖ hat daher einen entsprechenden Antrag in den Landtag eingebracht. Während sich die Anerkennung für die freiwillige Tätigkeit in Salzburg auf die ideelle Anerkennung beschränke, würden in anderen Ländern die Lasten und Nachteile zumindest teilweise finanziell abgegolten.

Salzburg beschränke sich bis dato auf die Auszeichnung von Freiwilligen. „Das Land Oberösterreich geht einen neuen Weg. Im Katastrophenfall wird die Abwesenheit des Mitarbeiters wie ein Krankenstand behandelt und dem Arbeitgeber ab dem vierten Tag 50 Prozent der von ihm geleisteten Entgeltfortzahlung erstattet. Dies ist ein neuer Weg, dem auch Salzburg folgen muss. In Bayern gibt es im Bereich der Feuerwehr entsprechende Regelungen sowohl für den Arbeiternehmer als auch für den Arbeitgeber“, so der FPÖ-Feuerwehrsprecher. Den Freiwilligen dürften durch ihren Einsatz für die Allgemeinheit keine Nachteile entstehen.

Die Anerkennung der freiwilligen Tätigkeit durch den Dienstgeber erfolge in vielfältiger Weise. So zeichne beispielsweise der Bundesfeuerwehrverband um das Feuerwehrwesen besonders verdiente Betriebe erstmals mit dem „Feuerwehr Award“ aus. Das Land Niederösterreich zeichnet wiederum Betriebe mit der Bezeichnung „Feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber“ aus. Darüber hinaus gibt es vielfältige Bemühungen, die ehrenamtliche Tätigkeit zu fördern und Dienstgeber zu unterstützen. „Jetzt müssen auch die möglichen finanziellen Nachteile sowohl für den Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber beseitig werden“, verlangt Essl.