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FPÖ
Die Freiheitlichen Tennengau

Pass Lueg: Klage gegen Gundstücks-Verkauf einbringen

Essl: Nicht nur Gebäude sind betroffen auch verkehrstechnisch strategischer Bereich

Nach der Klage gegen den Verkauf des Tennengebirges müsse die Landesregierung auch bald eine Klage gegen den Grundstücksverkauf am Pass Lueg durch die Bundesforste an den Großgrundbesitzer Hubertus Canisius bei Gericht einbringen, forderte heute Tennengaus FPÖ-Bezirksparteiobmann LAbg. Lukas Essl. Ende Dezember 2005 wurde ein 24 Hektar großes Gebiet von den Bundesforsten an Canisius verkauft. Die Eintragung ins Grundbuch fand vor knapp einem Monat statt. „Die Bevölkerung wird es der Regierung danken. Immerhin befinden sich auf dem 24 Hektar großen Areal auch historische Bauten, die bei den Menschen immer wieder auf ein großes Interesse stoßen“, so Essl. Das Gebiet sei auch von verkehrstechnisch strategischer Bedeutung.

Seit geraumer Zeit mache sich das Land für eine winterfeste Bahnstrecke in den Pongau stark. „Bei einer der diskutierten Varianten liegt das nördliche Tunnelportal auf dem Areal, dass die Bundesforste an Canisius verkauft haben“, berichtet der FPÖ-Bezirkschef. Der Tunnelbau sei ein enorm wichtiges Infrastrukturprojekt, da die Fahrzeit zwischen Salzburg und dem Pongau deutlich verkürzt werden könnte und durch einen Tunnel wäre auch eine wintersichere Bahntrasse garantiert. „Sollte dieser Bereich weiterhin im Eigentum von Canisius verbleiben, könnte dies nach Genehmigung der Finanzierung durch den Bund zu Verzögerungen und Verteuerung bei der Errichtung des Tunnels führen“, sagt Essl.

Aber auch die historische und touristische Bedeutung dürfe nicht übersehen werden. „Auf der Passhöhe steht das Struberdenkmal sowie die Alte Festung bestehend aus dem Unteren und Oberen Blockhaus“, berichtet Essl. Das Land hatte erst vor wenigen Jahren in die Sanierung des Unteren Blockhauses knapp 360.000 Euro an Steuergelder investiert. Der Zugang zu den Denkmälern könnte der Allgemeinheit, nach Ablauf der Vereinbarung zwischen der Gemeinde Golling und dem Großgrundbesitzer, für viele Jahre verwehrt werden. Darüber hinaus sind die Gebäude und die Gedenkstätte auch Anziehungspunkt für viele Touristen. „Die Blockhäuser stammen aus den Zeiten kurz nach den Franzosenkriegen“, so Essl. Aber auch die Parkplatzfrage könnte sich künftig zu einem Problem entwickeln.