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FPÖ
Die Freiheitlichen Tennengau

Truppenübungsplatz Aualm: Stopp für Schließungs-Pläne

Essl und Haigermoser: Enorme Nachteile durch die geplante Schließung des Platzes

Gegen die bekannt gewordenen Schließungspläne des Verteidigungsministeriums für den Truppenübungsplatz Aualm im Tennengau sprachen sich heute FPÖ-Bezirksparteiobmann LAbg. Lukas Essl und FPÖ-Gemeindevertreter Christian Haigermoser aus Annaberg-Lungötz aus. Die Schließung des Übungsplatzes wäre ein schwerer Schlag für die schon jetzt wirtschaftlich benachteiligte Region. „Von Zulieferbetrieben bis hin zu zahlreichen Beherbergungsbetrieben profitieren vom Truppenübungsplatz“, gibt Essl zu bedenken. Haigermoser erwartet sich durch eine mögliche Schließung auch Nachteile für die Gemeinde. „Der Bund trägt beispielsweise einen wichtigen Teil zur Straßenerhaltung bei“, berichtet Haigermoser. Sowohl Haigermoser als auch Essl verlangen nun von der Landesregierung gegen die Schließungspläne aufzutreten.

Die Landesregierung könne einer möglichen Schließung des Übungsplatzes nicht tatenlos zusehen. Immerhin stelle der Truppenübungsplatz einen nicht zu unterschätzenden Wirt-schaftsfaktor für die Region dar. „Als Stichworte möchte ich nochmals die zahlreichen Zulieferbetriebe und Beherbergungsbetriebe erwähnen“, so Essl. Durch die Schließung würde sich der Bund kein Geld ersparen. „Die Exekutivbeamten als auch die Soldaten des Bundesheeres müssten über Kilometer nach Tirol gekarrt werden. Die Kosten für den Transport fallen dann sicherlich höher aus als die bisherige Pacht von rund 40.000 Euro pro Jahr. Die Schließungswelle von Bundeseinrichtungen müsse endlich ein unverzügliches Ende finden.

Für FPÖ-Gemeindevertreter Haigermoser seien die Schließungspläne ein deutliches Indiz für das Kurzzeitdenken des Bundes. „Noch vor knapp fünf Jahren wurde ein Kanal in das Areal errichtet und die desolaten Gebäude saniert“, berichtet Haigermoser. Die Schließung hätte auch eine finanzielle Mehrbelastung der Gemeinde zur Folge. „Zurzeit werden Kanalgebühren und Beiträge zur Straßenerhaltung vom Bund geleistet“, so Haigermoser. Nachteile könnten auch die Almbauern erleiden. „Bisher konnten die Bauern ihr Vieh kos-tenlos weiden lassen.“ Viele Polizisten als auch Soldaten würden im Zuge der Übungen in Annaberg einkaufen. In der Frage der Schließung des Truppenübungsplatzes dürfe nicht das letzte Wort gesprochen worden sein, sagten Essl und Haigermoser übereinstimmend.