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FPÖ
Die Freiheitlichen Tennengau

Tennengauer Arbeitsmarkt: Mehr Anstrengungen gefragt

Essl: Offensive der Landesregierung für neue Betriebsansiedelungen nicht bemerkbar

Die Landesregierung müsse massive Anstrengungen für die Ansiedelung von Betrieben im Tennengau unternehmen, sagte heute Tennengaus FPÖ-Bezirksparteiobmann Lukas Essl nach Beantwortung einer mündlichen Anfrage durch Landeshauptfrau Burgstaller gestern im Landtag. Essl wollte von der Landeshauptfrau unter anderem wissen, wie viele Betriebe seit der Schließung der Papierproduktion bei M-real angesiedelt werden konnten. „Die Landeshauptfrau konnte keine Antwort auf diese Frage geben. Angesichts der Versprechungen an die Bevölkerung angesichts der Schließung der Papierproduktion bei M-real sei das mehr als bedenklich“, so Essl. Lediglich über den Verbleib der ehemaligen Mitarbeiter von M-real konnte Burgstaller eine Antwort geben.

Die Mehrheit der ehemaligen Mitarbeiter von M-real hätte noch keine neue Arbeitsstelle gefunden. „135 Menschen haben zwischenzeitlich einen neuen Arbeitsplatz gefunden, 223 befinden sich in Arbeitsstiftungen und 82 sind als arbeitsuchend beim Arbeitsmarktservice gemeldet“, erklärte Burgstaller gegenüber Essl. Arbeitsstiftungen seien als erstes Auffangnetz von enormer Bedeutung. Jedoch sei dies nicht der einzige Weg, vor allem für Menschen, die bald mitten im Arbeitsprozess stehen möchten. Fast ein Jahr nach der ersten Kündigungswelle sei die momentane Situation als wenig be-friedigend zu bewerten. Innerhalb eines Jahres hätte bereits mehr unternommen werden können.

Die Bemühungen zur Ansiedelung von Betrieben im Tennengau sei anscheinend zu wenig forciert worden. „Wenn ich schon nicht gleich neue Betriebe innerhalb eines Jahres finde, müssen zumindest Bemühungen zur Stärkung der bestehenden Unternehmen unternommen werden. Bemerkbare Initiativen von Seiten der Landesregierung seien aber leider keine festzustellen gewesen. „Die Frage der Ansiedlung muss auf alle Fälle ernster genommen werden. Entsprechende Finanzmittel müssen auch in einem größeren Umfang zur Verfügung gestellt werden. Anscheinend hat sich die Regierung nur darauf konzentriert, die Menschen so schnell wie möglich in Arbeitsstiftungen unterzubringen und hat dabei die Betriebsansiedelung hinten angestellt“, so Essl. Dies müsse sich unverzüglich ändern.