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Die Freiheitlichen Tennengau

ÖBB-Vorteilscard soll auf den Postbus erweitert werden

Essl: Landesregierung muss nun über die Gültigkeitserweiterung der Karte verhandeln

„Die Landesregierung muss jetzt Verhandlungen aufnehmen, dass die ÖBB-Vorteilscard in Zukunft auch für den Postbus gilt“, berichtete heute FPÖ-Verkehrssprecher Lukas Essl. Alle vier Landtagsparteien haben im Landtagsausschuss einen FPÖ-Antrag angenommen, der die Aufnahme von Verhandlungen zum Ziel hatte. Zurzeit sei es nicht einzusehen, warum die ÖBB-Vorteilscard sehr wohl für die Bahn als auch für den ÖBB-Bus gelte, aber nicht für den Postbus, der wieder eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Österreichischen Bundesbahnen sei. Die Erweiterung würde auch zu einer Steigerung der Kundenfreundlichkeit beitragen. Die ÖBB könne gegenüber dem Land nicht ständig finanzielle Forderungen aufstellen. „Selbst ergreift die Bahn aber keine Maßnahmen, um die Attraktivität zu steigern“, so Essl.

An Verhandlungen mit den ÖBB über die Erweiterung des Gültigkeitsbereichs auf den Postbus führe kein Weg vorbei. „Das Land wird für jeden gefahrenen Kilometer der Bahn im Nahverkehr zur Kasse gebeten. Jahr für Jahr muss die öffentliche Hand mehr zahlen. Zugleich will die ÖBB keinen Beitrag zur Vereinfachung des Karten- und Ta-rifdschungels beitragen. Daher muss jetzt die Landesregierung mit den ÖBB in Ver-handlungen Klartext reden. Die Bevölkerung habe kein Verständnis für die zurzeit geltende Praxis. Völlig unverständlich ist für die Menschen, dass die Vorteilscard Senior sehr wohl für den Postbus gilt, die übrigen nicht. Bei der Familiencrad bekommen zwar die Kinder beim Postbus eine Ermäßigung. Die Eltern erhalten jedoch keine“, berichtete Essl.

Die Erweiterung des Gültigkeitsbereiches würde auch zu einer Entflechtung des noch immer in unserem Bundesland existierenden Tarifdschungels beitragen. Die Einschränkung sei auch nicht mehr zeitgemäß. „Kundenfreundlichkeit muss im Vordergrund stehen. Ein Karten- und Tarifdschungel trägt dazu aber nicht gerade bei“, gibt der FPÖ-Verkehrssprecher zu bedenken. Anstatt ständig mit einer Reduzierung von Angeboten Schlagzeilen zu machen, müssten die ÖBB auch einmal einen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung in Form der Erweiterung der Vorteilscard auf den Postbus bei-tragen“, so Essl. Die Landesregierung sei nun – nach dem Auftrag des Landtages – gefordert, gegebenenfalls mit den ÖBB harte Verhandlungen zu führen.