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FPÖ
Die Freiheitlichen Tennengau

Zukunftskonzept für die Aualm muss erarbeitet werden

Essl: Gefahr, dass Gelände nicht benutzbar, da kein Geld für Blindgänger-Entsorgung

„Über ein Zukunftskonzept für den Truppenübungsplatz Aualm muss die Landesregierung gemeinsam mit dem Militärkommando Salzburg, den Einsatzorganisationen, dem Salzburger Milizverband sowie sonstigen potenziellen Nutzern verhandeln“, forderte heute FPÖ-Landtags-abgeordneter Lukas Essl. Einen entsprechenden Antrag wird die FPÖ am kommenden Mittwoch in den Landtag einbringen. Angesichts der angespannten Finanzlage des Bundes sei mit einer Entsorgung von Blindgängern auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsgeländes in naher Zukunft nicht zu rechnen. „So lange keine endgültige Entscheidung gefallen ist, wird der Bund weiterhin den jährlichen Pachtzins entrichten, obwohl das Gelände nicht be-nutzt wird“, so FPÖ-Landtagsabgeordneter Lukas Essl.

Die Planungen der Gemeinde St. Martin am Tennengebirge, die Aualm touristisch zu erschließen, seien nachvollziehbar. „Voraussetzung ist jedoch, dass das Gelände vollkommen gereinigt, von möglichen Blindgängern befreit und in den ursprünglichen Zustand gebracht wird“, so Essl. Angesichts der finanziellen Situation des Bundes im Allgemeinen und des Bundesheers im Speziellen sei von keiner Realisierung der Pläne auszugehen. Somit müsste der Bund weiterhin den jährlichen Pachtzins von rund 45.000 Euro pro Jahr berappen. „Durch ein Nutzungskonzept könnten Anreize geschaffen werden, dass das Gelände auch bald wieder genützt werden könnte“, so Essl.

Der Bund sei sicher bereit, das Heer am Konzept mitarbeiten zu lassen, da er sich den jährlichen Pachtzins auch ersparen möchte. „Wenn sich dann vielleicht noch jemand finden würde, der sich bei der Reinigung des Geländes finanziell beteiligt, könnte der Bund sicher aus dem Pachtvertrag aussteigen, da der Eigentümer des Geländes Gewissheit hätte, dass er weiterhin einen Pachtzins erhalten würde“, so der FPÖ-Landtagsabgeordnete. Das Bundesheer hat die Nutzung des Truppenübungsplatzes Aualm in Annaberg-Lungötz mit 1. Jänner 2009 eingestellt. Aber nicht nur das Bun-desheer hat den Truppenübungsplatz genutzt. Polizei, Rotes Kreuz aber auch die Jägerschaft haben die Aualm zu Ausbildungszwecken in Anspruch genommen.