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FPÖ
Die Freiheitlichen Tennengau

Aualm: Absage an Zukunftskonzept durch die Koalition

Essl: SPÖ und ÖVP stimmten gegen FPÖ-Antrag – Zukunft damit weiterhin ungewiss

Die Koalitionsparteien in Salzburg sind nicht bereit an einem Zukunftskonzept für den Truppenübungsplatz Aualm zu arbeiten. SPÖ und ÖVP haben heute im Landtagsausschuss einen FPÖ-Antrag abgelehnt, der die Erarbeitung eines solchen Konzeptes unter Einbindung des Militärkommandos Salzburg, den Einsatzorganisationen, dem Salzburger Milizverband sowie sonstigen potenziellen Nutzern unter Federführung der Landesregierung vorsah. „Damit findet ein wirtschaftlicher Unsinn seine Fortsetzung. Das Verteidigungsministerium muss weiterhin den Pachtzins zahlen, obwohl das Gelände nicht mehr benützt wird. Darüber hinaus sind SPÖ und ÖVP nicht einmal bereit über die zukünftige Verwendung nachzudenken“, so FPÖ-Landtagsabgeordneter Lukas Essl.

Generell habe sich der Truppenübungsplatz zu einem enorm wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region entwickelt. Die Region wurde dadurch von rund 11.000 Personen frequentiert, die auch kleine Einkäufe in der Region tätigten. „Jetzt stehen wir vor der Tatsache, dass das Gelände weder vom Bundesheer oder anderen Organisationen ge-nutzt werden kann und brach liegt. Das Verteidigungsministerium zahlt Informationen zur Folge weiterhin rund 45.000 Euro Pacht pro Jahr und zusätzlich entstehen durch die Bewachung des Geländes weitere rund 120.000 Euro an Personalkosten im Jahr“, sagt Essl. Da das Gelände jetzt nicht mehr genutzt werden könne, seien andere Organi-sationen zur Abhaltung ihrer Übungen gezwungen, andere Standorte zu suchen. „Da-durch entstehen neuerliche Zusatzkosten, die nicht nötig wären“, so Essl.

Eine touristische Nutzung des ehemaligen Truppenübungsplatzes dürfte in den nächsten Jahren auch nicht möglich sein. „Das Verteidigungsministerium kann sich die Räu-mung des Geländes einfach nicht leisten“, so Essl. Die Planungen der Gemeinde St. Martin am Tennengebirge, die Aualm touristisch zu erschließen, seien grundsätzlich nachvollziehbar. Einigen Gemeindeverantwortlichen schwebt ein Hotel vor. Dafür gibt es aber keinen potenziellen Betreiber und einen zu finden wird auch nicht leicht sein, da in diesem touristischen Segment die Konkurrenz bereits sehr groß ist. Durch das von den Regierungsparteien abgelehnte Nutzungskonzept hätten Anreize geschaffen werden können, dass das Gelände auch bald wieder genützt werden kann“, so Essl.