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Die Freiheitlichen Tennengau

PISA-Studie: Politik ist schuld an den schlechten Ergebnissen

Essl: Volksschule muss unbedingt zur fünfjährigen Grundschule ausgebaut werden

Die Politik trage eine wesentliche Mitschuld an den schlechten Ergebnissen bei der PISA-Studie, da sie über Jahrzehnte Reformen verhindert und nur zögerlich zeitgemäße Veränderungen vorgenommen habe, sagte heute FPÖ-Bildungssprecher LAbg. Lukas Essl in der „Aktuellen Stunde“ des Landtages. Essl regte in der Debatte auch die Schaffung einer fünfjährigen Grundschule anstatt der bisherigen Volksschule an. „Der Grundstein für eine gute Ausbildung wird in den ersten Schuljahren gelegt“, so Essl. Lesen und die Grundrechnungsarten würden immerhin in der Volksschule gelehrt. Ein Schönreden der PISA-Ergebnisse sei der völlig falsche Weg.

Nun die Ergebnisse für Salzburg in Frage zustellen, da unser Bundesland nicht extra ausgewertet wurde, sei völlig falsch. „Reden sie mit ihren Vertretern in der Wirt-schaftskammer, dass die Schüler vielfach nicht einmal mehr lesen können und auch die vier Grundrechnungsarten nicht mehr beherrschen“, sagte Essl in Richtung ÖVP. Die-se Erfahrungen würden die PISA-Ergebnisse nur bestätigen. Der FPÖ-Bildungssprecher gab auch zu bedenken, dass immerhin sechs Prozent der Schüler von der Studie nicht erfasst würden, da sie bereits ihre Schulpflicht beendet hätten. Aber auch die verfehlte Migration der vergangenen Jahre würde in der Studie ihren Nieder-schlag finden.

Die PISA-Studie zeige auch massive Probleme bei den Immigranten der ersten Generation auf. „Das Problem ist, dass wir nicht nur Schüler mit einer fremden Muttersprache in einer Klasse haben sondern mehrere“, so Essl. Dem würde die gegenwärtige Bildungspolitik nicht Rechnung tragen. Der FPÖ-Bildungssprecher sprach sich auch gegen eine Zentralisierung der Bildungspolitik aus. „Je näher die Bildungspolitik bei den Schulen angesiedelt ist, desto besser ist es“, so Essl. Durch eine Zentralisierung würde die Bildung noch viel stärker zum Spielball der Politik werden. Nun seien endlich Reformen angesagt und nicht lange unproduktive Diskussionen.