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Die Freiheitlichen Tennengau

Bildungsreform: Schulverwaltung im Land jetzt straffen

Essl: Salzburg muss Reform angehen und damit auch Vorbildwirkung übernehmen

„Die Schulverwaltung im Land Salzburg muss organisatorisch zusammengefasst und die Bildungsagenden müssen in einer Verantwortung vereint werden“, forderte heute FPÖ-Bildungssprecher LAbg. Lukas Essl. Ein entsprechender Antrag wird morgen im Landtagsausschuss behandelt. Konkret soll das landwirtschaftliche Fachschulwesen mit dem allgemeinen Pflichtschulwesen zusammengeführt sowie Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung im Land beseitigt werden. „Wir müssen endlich die Reformen angehen und nicht ständig nur darüber diskutieren. Durch Reformen kann Salzburg auch eine Vorreiterrolle einnehmen und damit auch Denkanstöße für den Bund liefern“, so Essl.

Sollte Salzburg Reformen beginnen, könnte das Land auch eine stärkere Position bei den fälligen Reformen einnehmen, die der Bund zu erledigen habe. „Für mich wäre beispielsweise die Übertragung der Schulverwaltungskompetenz vom Bund auf die Länder sehr wichtig. Aber auch die Übertragung der Personalhoheit auf die Länder sowie die Vereinheitlichung der Schulaufsicht und auch die Schaffung eines einheitli-chen Dienstrechts für alle Lehrer müssten vom Bund eingefordert werden“, so der FPÖ-Bildungssprecher. Die Bildungsstandards sollten selbstverständlich österreichweit einheitlich sein. „Durch die Stärkung der Länder in Bildungsfragen könnte auf Entwicklungen auch flexibler reagiert werden“, sagt Essl.

Das Bildungswesen in Österreich sei schon seit geraumer Zeit mehr als reformbedürftig. „Die Verwaltung ist noch aus Zeiten der Monarchie geprägt“, berichtet Essl. Die derzeitige Schulverwaltung stamme aus dem Jahr 1962 und sei nicht mehr zeitgemäß, habe auch der Rechnungshof festgestellt. Jede Reform sei bisher in den Ansätzen stecken geblieben. Das gelte sowohl für den Bund als auch für das Land. „Als Beispiel möchte ich nur das im Jahr 2007 vorgelegte Salzburger Schulverwaltungsreformgesetz erwähnen, das über einen Begutachtungsentwurf nicht hinaus gekommen ist“, sagt FPÖ-Bildungssprecher Essl. Angesichts der PISA-Studie und der Budgetknappheit sei eine unverzügliche Reform des Bildungswesens nun unumgänglich.