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Die Freiheitlichen Tennengau

Frauenhäuser-Plätze: Am tatsächlichen Bedarf orientieren

Essl: Argumentation mit EU-Empfehlung hilft Frauen, die Hilfe brauchen, nicht weiter

„Die Anzahl der Betreuungsplätze in den Frauenhäusern muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren“, forderte heute FPÖ-Landtagsabgeordneter Lukas Essl von Frauenreferentin Burgstaller. Das ständig vorgebrachte Argument von Burgstaller, wonach unser Bundesland eine EU-Empfehlung sogar übererfülle, könne nicht hingenommen werden. „Frauen, die Hilfe brauchen, hilft es nicht, wenn wir die Empfehlung erfüllen. Frauenhäuser müssen die Möglichkeit haben, flexibel reagieren zu können. Daher müssen diese Einrichtungen als einen der ersten Schritte finanziell besser ausgestattet werden, um bei Bedarf kurzfristige Übergangsquartiere anmieten zu können“, verlangt Essl.

„Die bestehende Anzahl sei ausreichend, denn an die Anlehnung an die Empfehlung des europäischen Ausschusses für die Rechte der Frau reiche ein Platz pro 10.000 Einwohner aus. Salzburg verfüge mit derzeit 32 Plätzen daher über ein ausreichendes Angebot, sei immer wieder von Burgstaller zu hören“, so Essl. Mit der Erfüllung von Empfehlungen sollte sich das Land aber nicht zufrieden geben. Eine Orientierung am tatsächlichen Bedarf wäre anstrebenswert. „Wir sollten auch nicht aus den Augen verlieren, dass die Zahl der Hilfe suchenden Frauen Jahr für Jahr zunimmt. Ein Ausbau der Betreuungsplätze in den Frauenhäusern oder zumindest eine bessere finanzielle Ausstattung ist aber nicht vorgesehen“, so der FPÖ-Landtagsabgeordnete.

Zusätzliche Betreuungsplätze würden dem Land keine Unsummen kosten, würden aber helfen, die soziale Lage einiger Frauen zumindest kurzfristig leicht zu verbessern. Der steigende Bedarf zeige sich an einer erst kürzlich im FPÖ-Landtagsklub eingetroffenen Anfragebeantwortung. „Mussten im Jahr 2009 noch keine Frauen abgewiesen werden, wurden im Frauenhaus in der Stadt Salzburg im Vorjahr 96 hilfesuchende Frauen, in Hallein 24 Frauen und im Pinzgau vier Frauen abgewiesen“, so Essl. Neben zusätzlichen Plätzen müssten auch endlich die Ursachen für den steigenden Bedarf unter die Lupe genommen werden. „Ich bin schon gespannt, wie Frauenreferentin Burgstaller sich bei der Verhandlung unseres Antrages zum Ausbau der Bertreuungsplätze ver-hält“, so Essl.