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FPÖ
Die Freiheitlichen Tennengau

Abzocke bei den SSV-Jahreskarten wird weiter fortgesetzt

Essl: SPÖ und ÖVP haben FPÖ-Antrag abgelehnt, der Zusatzgebühren stoppen sollte

„Die Abzocke beim Kauf einer Jahreskarte beim Salzburger Verkehrsverbund wird weiter fortgesetzt“, kritisierte heute FPÖ-Verkehrssprecher LAbg. Lukas Essl. SPÖ und ÖVP haben im Landtagsausschuss einen FPÖ-Antrag abgelehnt, der unter anderem den Stopp von Zusatzgebühren bei der Bezahlung der Karte mittels monatlichen Abbuchungsauftrages zum Ziel hat. „Die Gebühr ist je nach Tarifzone gestaffelt und kann sich auf bis zu 51 Euro belaufen“, berichtet Essl. Begründet wurde die Gebühr mit angeblichen Einnahmeausfällen. „Das heißt, dass die braven Zahler wegen einiger weniger, die ihrer Zahlung nicht nachkommen, bestraft werden“, so der FPÖ-Verkehrssprecher. Abgelehnt wurde auch eine frühere Auszahlung der Jahreskartenförderung.

Der Kauf oder auch die Verlängerung einer Jahreskarte beim Verkehrsverbund sei mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden. „Kunden, die die Karten bar bezahlen, bekommen diese nicht sofort ausgehändigt, sondern die Jahreskarte wird per eingeschriebenem Brief zugestellt. Kunden, die wiederum die Möglichkeit nutzen, ihre Jahreskarte im Abbuchungsverfahren monatlich zu bezahlen, werden mit zusätzlichen Gebühren belastet“, berichtet Essl. Die Gebühr sei je nach Tarifzone gestaffelt und belaufe sich zwischen 24 und 51 Euro pro Jahr. Zu nicht nachvollziehbaren Verzögerun-gen komme es auch bei der Auszahlung des so genannten Klimabonus in Höhe von 20 Prozent der Jahreskartenkosten. Ein Jahreskartenkunde, dessen Karte im Jänner ausläuft, bekommt den Bonus erst im März überwiesen“, so Essl.

Während der Verkehrsverbund Kunden, die mittels Abbuchungsauftrag zahlen würden, hohe Gebühren aufbrumme, produziere er selbst unnötige Verwaltungskosten. „Im Jahr 2010 gab es 2.578 Barzahler. Diese Kunden suchen also eine Verkaufsstelle auf und bezahlen auch die Karte sofort. Trotzdem entsteht durch die eingeschriebene Zusendung ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Würde man allein diesen Kunden die Karten sofort aushändigen, könnten rund 25.000 Euro pro Jahr an Kosten eingespart werden“, so Essl. Der Anteil der Jahreskarten stieg im Jahr 2008 von 4636 auf 7547 Karten im Vorjahr. „Die gegenwärtige Praxis beim Jahreskartenverkauf trage auf alle Fälle zu keiner Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs bei“, so Essl.