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FPÖ
Die Freiheitlichen Tennengau

Reform der Schulleiterbestellung ist nun unaufschiebbar

Essl: Mit Abschaffung der Bezirksschulräte muss sowieso ein Nachfolgemodell her

Die Reform der Schulleiterbestellung ist unaufschiebbar, sagte heute FPÖ-Bildungssprecher LAbg. Lukas Essl im Landtag. Mit der Abschaffung der Bezirksschulräte im Sommer kommenden Jahres müsse sowieso ein Nachfol-gemodell für die bisherige Regelung auf den Tisch. „Jahre wurde eine Reform verschlafen. Jetzt drängt die Zeit. Trotz Zeitdruck muss aber eine qualitative Reform der Schulleiterbestellung geschaffen werden. Ziel muss es sein, dass Schulleiter zu werden wieder auf hohes Interesse stößt“, so der FPÖ-Bildungssprecher. Parteipolitik dürfe in der Zukunft im Schulwesen keinen Platz mehr haben.

Bildungspolitik sei noch immer ein Spielball der Parteipolitik. „Über drei Jahre hat eine Arbeitsgruppe zur Reform der Bildung in Salzburg getagt. Bezeichnend war, dass 50 Prozent der Vertreter von der SPÖ kamen und die anderen 50 Prozent von der ÖVP. Als der Abschlussbericht vorlag, wollten die ÖVP-Vertreter vom Ergebnis nichts mehr wissen“, so Essl. Dieses politische Spiel ziehe sich bereits über Jahrzehnte dahin. Leidtragende dieses politischen Spiels seien die Pädagogen sowie die Schüler. „Dass eine Reform im Bildungssystem überfällig ist, steht wohl außer Diskussion“, so Essl.

Ziel der Reform der Schulleiterbestellung müsse auf alle Fälle eine parteipolitische Entpolitisierung sein. Die Qualifikation müsse in den Mittelpunkt rücken. „Dabei sich auch wieder mehr Bewerber um den Posten eines Schulleiters finden, muss auch eine Entbürokratisierung des Schulleiterpostens stattfinden“, fordert Essl. Aufgrund der Abschaffung der Bezirksschulräte im Sommer des nächsten Jahres werde es auf alle Fälle eine Reform geben müssen. „Die Möglichkeit muss auch dazu genutzt werden, dass die Reform umfassend ausfällt und nicht wieder zu einem Flickwerk wird“, so Essl.