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Die Freiheitlichen Tennengau

Tauerngasleitung: Grüne verabschieden sich vom Ausstieg

Essl: Landesregierung legt ablehnende Stellungnahme für Ausstieg aus Projekt vor

„Die Grünen verabschieden sich wohl allmählich von ihrer langjährigen Forderung zum Ausstieg der Salzburg AG aus dem Tauerngasleitungsprojekt“, stellte heute FPÖ-Umweltsprecher LAbg. Lukas Essl aufgrund eines vorgelegten Berichts der Landesregierung fest. Der Bericht hebe im Wesentlichen nur Gründe hervor, warum ein Ausstieg nicht möglich sei. Mögliche Wege für einen Ausstieg würden als unmöglich abgetan. „Wenn Maßnahmen für einen Ausstieg angegangen werden würden, müsste die Landesregierung auch handeln und nicht nur untätig bis zur Vollendung des Projekts zuschauen“, kritisiert Essl. In der Landesregierung würden immerhin die Grünen sitzen.

Als einen Teil der Gründe, warum ein Ausstieg nicht möglich sei, werde im Bericht auf den Aktienanteil des Landes an der Salzburg AG hingewiesen. „Uns ist schon klar, dass das Land nur 42,56 Prozent Anteil am Salzburger Energieversorger hält. Die Stadt besitzt weitere 31,31 Prozent. Wenn die Landesregierung ernsthaft an einem Ausstieg interessiert wäre, hätte sie bereits Gespräche mit der Stadt oder auch der Energie AG Oberösterreich geführt, die 26,13 Prozent der Aktien besitzt“, gibt Essl zu bedenken. Aber ein weiterer Grund, wonach ein Ausstieg zu lange dauern würde, könne nicht so hingenommen werden. „Wenn ich einen Ersatzgesellschafter für meine Anteile am Projekt suchen muss, dann muss es auch gemacht werden und diese Tatsache nicht nur beklagen“, so Essl.

Als einen völlig inakzeptablen Grund, warum ein Ausstieg aus dem Tauerngasleitungsprojekt nicht zielführend sei, ortet der FPÖ-Umweltsprecher im Argument der Versorgungssicherheit. „Es ist mittlerweile wohl schon allgemein bekannt, dass es sich bei der Tauerngasleitung um eine Transitleitung handelt, die die Entwicklungsmöglichkeit der betroffenen Gemeinden, speziell in der Raumordnung, massiv einschränken würde“, sagt Essl. Aber auch aus umweltpolitischen Überlegungen sei das Projekt in keiner Weise unterstützenswert. „Wir würden neuerlich in fossile Brennstoffe Geld pumpen anstatt endlich in alternative Energieträger zu investieren“, so der FPÖ-Landtagsabgeordnete.