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Die Freiheitlichen Tennengau

Tauerngasleitung kostete Salzburg AG 2 Millionen Euro

Essl: Anfragebeantwortung zeigt Kosten –Versorgungssicherheit-Alternativen existent

„Das eingestampfte Tauerngasleitungsprojekt kostete der Salzburg AG knapp zwei Millionen Euro“, berichtete heute FPÖ-Landtagsabgeordneter Lukas Essl aus einer schriftlichen Beantwortung einer mündlichen Anfrage durch Landeshauptmann-Stellvertreter Stöckl. Konkret steckte der Salzburger Energieversorger innerhalb der vergangenen sieben Jahre 1,9 Millionen Euro in die Projektentwicklung. Für die Liquidationsphase der Tauerngasleitungs-Errichtungsgesellschaft in den nächsten sechs Monaten wird die Salzburg AG weitere rund 40.000 Euro aufbringen müssen. „Die Anfragebeantwortung zeigt auch auf, dass es längst Alternativen für die Versorgungssicherheit gab“, so Essl.

Ein zentrales Argument für die Errichtung des Tauerngasleitungsprojekts sei für ihre Befürworter immer wieder die Versorgungssicherheit unseres Bundeslandes gewesen. „Jetzt wo das Projekt vom Tisch ist, wird bekannt, dass eine Anbindung ans deutsche Gasnetz bereits bei Freilassing-Siezenheim besteht. Um die Versorgungssicherheit aus Deutschland sicherzustellen, muss die Anbindung nur technisch aufgerüstet werden“, berichtet der FPÖ-Landtagsabgeordnete. Damit werde auch das von der FPÖ stets ins Treffen geführte Argument, wonach es sich bei der Tauerngasleitung lediglich um ein Transitprojekt gehandelt hätte, bestätigt. „Wäre das nicht der Fall, würden die jetzt angekündigten Maßnahmen nicht ausreichen“, so Essl.

Salzburg hätte sich viel Geld erspart, hätte es von Anfang an vom Tauerngasleitungs-Projekt Abstand genommen. „Zwei Millionen Euro hätten mit Sicherheit anderorts besser investiert werden können“, gibt Essl zu bedenken. Offensichtlich habe sich die Salzburg AG vom Projekt ein lukratives Geschäft erwartet. „Das uns gegenüber immer wieder vorgebrachte Argument der Versorgungssicherheit hat sich jetzt mit Sicherheit in Luft aufgelöst. Ärgerlich ist aber, dass wir immer als die Dummen ins Eck gestellt wurden, wenn wir das stets vorgebrachte Argument der Versorgungssicherheit in Zweifel gezogen hatten“, so Essl.